Wissenslieder vermitteln Wissen und Informationen mittels eingängigen Songs, nicht nur in der Schule, auch im Alltag, nicht nur im Musikunterricht, auch fächerübergreifend, nicht nur an Kinder, auch an Erwachsene

WL bieten einen spielerischen und emotionalen Zugang zu einem Thema, fördern Interesse und Motivation damit Lernen stattfinden kann.

WL sichern Wissen längerfristig in den vernetzten Strukturen des Gedächtnisses ab. Deutliche und differenzierte Textartikulation, musikdynamische Kontraste, pantomimische Bewegungen vertiefen die Musik und damit die Texte und ihre Inhalte.

WL können gehört und/oder gesungen werden, wobei Letzteres den Lerneffekt deutlich verstärkt.

WL sind Lernlieder. Sich mit ihnen auseinander setzen heißt, sich praktisch etwa auf einen Test vorbereiten.

WL kombinieren ‚Theorie und Praxis’, sparen Zeit ein, die einem im Musiklehr- und Stundenplan (an der allgemein bildenden Schule etwa) oft nicht zur Verfügung steht.

WL aktivieren den Sänger und beziehen (im Gegensatz zur rein verbalen Vermittlung von Wissen) durch das Klassensingen jeden Schüler mit ein.

WL transportieren Wissen ‚durchs Hintertürchen’. Handlung und Erlebnis stehen im Vordergrund.

WL dienen als ‚mentale Spickzettel’ etwa in Klassenarbeiten.

WL festigen Begriffe und Bedeutungen und bereichern den Wortschatz des Singenden und Zuhörenden.

WL tragen den allgemein bekannten Vorteilen vom gemeinschaftlichen Singen und Musizieren Rechnung (etwa Stärken und Verbessern sozialer Kompetenzen ...)


Popsongs mit ‚klassischen’ Elementen zum Thema Musikgeschichte
Die Melodien und Begleitungen der Wissenslieder zur Musikgeschichte etwa können in einem den Hörgewohnheiten Jugendlicher entsprechenden ‚Sound’ verfasst sein oder aber, um in solchen Fällen einen Bruch zwischen Musik und Inhalt zu vermeiden, im dazu passenden, historischen Musikstil. Auch in Pop- oder Jazzsongs können Anklänge etwa an eine entsprechende Musikepoche oder einen bestimmten Musikstil musikalisch verarbeitet sein.

Einsatz im Unterricht
Lernlieder sind eine Ergänzung zum Unterricht. Die Behandlung eines Themas kann nicht auf das Singen oder Hören eines Liedes beschränkt werden. Lernlieder sensibilisieren, variieren, fassen zusammen und memorisieren. Das Lernlied folgt immer einer ersten Phase des inhaltlichen Verstehens beziehungsweise ist Ausgangspunkt für eine fundierte Auslegung des Textgehaltes. Ein Lernlied birgt ansonsten immer auch die Gefahr der stumpfsinnigen Memorisierung in sich.

Notenloser Zugang zu den Wissensliedern
Die Musik der Lernlieder ist in der Regel so konzipiert, dass die Lehrperson beim ‚Einstudieren’ der Songs kurze Liedphrasen vorsingen, die Klasse zuhören und nachsingen kann. (Wiederholung eines Abschnittes oder Pausentakte zum Nachsingen nutzen)

Begleitung durch Musikinstrumente
Da die auf Instrumenten begleitenden Schüler den Liedtext gar nicht beziehungsweise nur wenig mitsingen, ist die Begleitung der Lieder durch eine Klassenband ungünstig, wenn das Lernlied zur Wissensvermittlung eingesetzt werden soll.

Gestische Darstellung von Textinhalten
Mimisches und gestisches Imitieren von Sachverhalten und Textbegriffen erleichtern und intensivieren den Bedeutungsinhalt des Wissensliedes.
Choreografische Präzision und Synchronisierung der Bewegungen verbessern den optischen

Austauschbarkeit von Begriffen und Textpassagen
Die Textinhalte der Wissenslieder sind keineswegs endgültig und verbindlich. Je nach Bedarf können Begriffe oder ganze Passagen ausgetauscht werden und für weitere Anforderungen im Unterricht nachbearbeitet werden. Ohnehin trifft der Autor im Zuge der liedhaften Darstellung von Wissen eine Auswahl an Informationen, die ihm für die kulturelle Ausbildung der Schüler wichtig vorkommen. Dabei kommt es zwangsläufig zu Kürzungen, Anpassungen und unvollständigen Darstellungen.

Schüler gestalten mit
Das musikalische Bearbeiten von Wissen kann/sollte unter Einschluss der Schüler bzw. sprachlicher Fächer erfolgen. Schüler entwerfen eigene Gedichte. Der Lehrer gibt dabei die zu verarbeitenden Informationen, einen Sprachrhythmus bzw. eine bekannte Melodie vor. Reimlexika sind hierbei eine große Hilfe.

Festhalten auf Tonträgern
Mit recht einfachen Mitteln und in passabeler Tonqualität kann man mittlerweile die Klasse aufzeichnen. So bekommen die Schüler einen kritischen Eindruck von ihrer ‚Leistung’. Das Weiterverarbeiten der Aufnahme mit der geeigneten Computersoftware erhöht den Hörgenuss bei den Schülern.